Die Eisjungfrau
nach Hans Christian Andersen
Rudi überlebt als Kleinkind den Sturz in eine Gletscherspalte. Seine Mutter, so sagen die Leute, wurde von der Eisjungfrau geholt, weil sie einen Adler töten wollte. Obwohl diese mystische Sagengestalt den Jungen zu verfolgen scheint, wird aus ihm ein furchtloser Mann. Er verliebt sich in Babette, was ihrem reichen Vater nicht in den Plan passt. Es sei denn, Rudi wagt es, ein Ei aus dem Adlernest zu rauben, das weit oben in den schroffen Bergen hängt. Rudi weiß, dass dieser Wahnsinn seinen Tod bedeuten würde. Als Babette an seiner Stelle das Ei holen will, folgt er ihr und trifft in einem dramatischen Finale auf die Eisjungfrau. Anders als im Original finden die Liebenden in dieser neuen Theaterfassung ihr Glück. Ein skurriles Katzenpärchen verfolgt die aufregenden Entwicklungen.
Andersen schrieb diese Geschichte um 1861, als er auf einer seiner zahlreichen Italienreisen in den Schweizer Alpen Station machte. Ihn faszinierten und grausten die Berge. „Es ist ein Märchen: Die Eisjungfrau, die tödliche Natur-Macht, die in den tiefen Höhlen und Spalten der Gletscher haust.“
"Was ist Sage, was ist Realität - darüber streiten die Figuren im Stück. Und das Publikum kann seine eigene Entscheidung treffen, die Eisjungfrau als handelnde Figur betrachten oder als Symbol für die Gesetze der Natur. ... es geht schlicht um natürliche Grenzen, die der Mensch zu respektieren hat. Das fügt sich ohne Anbiederung in die Fridays-for-Future-Zeit." (Leipziger Volkszeitung, Dimo Riess, 28.10.2019)
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Literarische Vorlage
Hans Christian Andersen↗
Besetzung
4D, 5H, Doppelbesetzung möglich
Theater
URAUFFÜHRUNG
26.10.2019   Schauspiel Leipzig
R: Stephan Beer