Schere Stein Papier
Schauspiel in zwei Teilen
(Originaltitel im Russischen: Russkij i literatura )
Xenia hat nicht nur ihren Laden, einen Pelmeni-Imbiss, fest im Griff. Auch der Bürgermeister, der Richter, der Pope und die anderen mehr oder weniger korrupten Funktions- und Würdenträger der Gemeinde, von der niemand mehr die Ortsvorwahl kennt, haben ihr nichts entgegenzusetzen, und ihren Mann hat sie längst in die Wüste geschickt. Einzig der Lehrer scheint in einer anderen Sphäre zu leben. Nicht nur deshalb zettelt Xenia eine Intrige gegen ihn an. Ihm gibt sie die Schuld am Tod ihrer Tochter Werotschka. Mit dem Lehrer teilte Werotschka ihre Liebe zur Literatur, zu Puschkin, Tolstoi, Block. Als eine tadschikische Aushilfe, die junge Roxana, in der Pelmeni-Küche den Bürgermeister ersticht, ändert sich Xenias Blick auf ihr Leben und ihre Stadt mit einem Schlag.
Maxim Ossipows Stück, das den Autor unschwer erkennbar in der Figur des Lehrers porträtiert, ist ein eindrückliches Plädoyer für ein Leben mit der Literatur und für ein Leben in einer Provinz, die – Ortsvorwahl hin oder her – auch Heimat heißen kann.
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Übersetzung
Susanne Rödel↗
Besetzung
8D, 6H, Mehrfachbesetzungen sinnvoll
Theater
Frei zur DE
URAUFFÜHRUNG
13.05.2012   Schauspieltheater Omsk