“Forum Diskurs Dramaturgie”: Start mit Stücken von Falk Richter und Gerhard Meister am 18.5.08 in der Volksbühne
Uns erreicht folgender Veranstaltungshinweis zu einer neu gegründeten interdisziplinären Diskussionsrunde über Neue Dramatik und “zukunftsorientiertes dramaturgisches Denken und Praktizieren”, den wir hier gern veröffentlichen:
Forum Diskurs Dramaturgie
- eine Anknüpfung an das ehemalige „Forum Junge Dramaturgie“ der Dramaturgischen Gesellschaft; Konzeption und Organisation: Natalie Driemeyer und Jan Deck -
- Grenzen überwinden
Das Forum DD möchte verschiedene Akteure der Darstellenden Kunst zur regelmäßigen Diskussion über wichtige gesellschaftliche und künstlerische Themen einladen. Diese Einladung richtet sich gleichermaßen an alle im Bereich der Darstellenden Kunst Aktiven. Theaterschaffende mit langjähriger Erfahrung sind dabei ebenso willkommen wie StudentInnen.
Zeitgenössische Dramaturgie ist eine interdisziplinäre und konzeptionelle Art Darstellende Kunst zu denken. Unser Ziel ist es deshalb, zukunftsorientiertes Dramaturgisches Denken und Praktizieren in einen Dialog zu bringen. Dabei wollen wir sowohl mit Theaterautoren über ihre Texte, als auch mit Darstellenden Künstlern über ihre Konzeptionen sprechen. Zusätzlich werden ExpertInnen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen themenbezogen eingeladen.
- Thema: Stadt
Durch den Druck von Globalisierung und Neoliberalismus hat sich der Charakter städtischen Raums deutlich gewandelt. Die Privatisierung öffentlichen Raums schreitet dabei ebenso voran wie flächendeckende Überwachung. Der Ausschluss aller Subjekte, die nicht in das Bild des konsumfreudigen „Normalbürgers“ passen, ist dabei das Ergebnis eines immer stärker werdenden Sicherheitsdiskurses.
Uns geht es darum, die Beschäftigung mit dem Thema Stadt an verschiedenen Unterthemen zu vertiefen und über unterschiedliche Arten der Bearbeitung zu diskutieren.
Das Forum DD wird sich 3-4 Mal pro Jahr zu treffen.
Start Forum DD
18.5.2008 11 – 18 Uhr
„Roter Salon“ – Volksbühne Berlin
Thema: Stadt 1 - Stadt als Dystopie
Gespräch mit Falk Richter über „Im Ausnahmezustand“ und Gerhard Meister über „Fluchtburg“.
Beim ersten Treffen werden wir uns intensiv mit zwei Theatertexten auseinandersetzen. Beide beschreiben düstere Zukunftsvisionen: Städte sind hochgesicherte und vollständig überwachte Wohlstandsinseln, während „die Anderen“ ausgeschlossen werden. Der Ausnahmezustand wird zur Normalität. Die Angst, die Früchte des Wohlstands wieder zu verlieren, dominiert.
Sowohl Richters als auch Meisters Text streift verschiedene Aspekte des Themas Stadt, verbunden mit pointierter Gesellschaftskritik.
Falk Richters „Im Ausnahmezustand“ wurde im November 2007 in seiner eigenen Inszenierung an der Schaubühne Berlin uraufgeführt. Die Uraufführung des Textes „Fluchtburg“ von Gerhard Meister fand 2007 im Burgtheater Wien statt, im März 2008 gab es eine weitere Premiere in St. Gallen. Beide Texte sind im Fischer Verlag erschienen.
Wir bitten um Anmeldung bis 11. Mai. Die Teilnahme ist kostenlos.
Nach der Anmeldung schicken wir die angegebenen Theatertexte zu.
Kontakt, Anmeldung: diskurs-dramaturgie@web.de
