Vermutlich um 448 v.Chr. geboren. Griechischer Komödiendichter. Er lebte und arbeitete vorwiegend in seiner Geburtsstadt Athen. Von seinen 44 Stücken sind elf fast vollständig erhalten, z.B. „Die Achaner" (425), Die Ritter (424) und „Die Wolken" (423), vier sind ihm wahrscheinlich fälschlich zugeschrieben worden. Durch den Peloponnesischen Krieg und die politischen Verhältnisse Griechenlands zu dieser Zeit geprägt, nimmt er in seinen Werken auf aktuelle Ereignisse und Personen oft mit beißendem Humor Bezug. 390 v.Chr. wird er per Los zum Archonten gewählt. Um 385 stirbt er in Athen. Aristophanes gilt als erster komischer Dichter Griechenlands, Bezüge zu ihm und seinem Werk finden sich in vielen Texten, von Platons „Das Gastmahl“ bis Heines „Wintermärchen“.
Schlauberger und Schönhoff, zwei Athener Bürger, sind des Lebens in ihrer Stadt überdrüssig. Vor allem die Geldgier und Machtversessenheit ihrer Zeitgenossen empfinden sie als so unangenehm, dass sie ins Reich der Vögel fliehen. Sie leben fortan in einer märchenhaften Welt und lernen selbst das Fliegen. Doch bald schon verfallen sie in die alten Muster, denen sie gerade erst entkommen sind. Mit trügerischer Wortgewandtheit überreden sie die gutgläubige Vogelschar, ein eigenes Reich zu gründen und sich durch eine Mauer von Menschen und Göttern unabhängig zu machen. Schlauberger und Schönhoff werden zu absoluten Herrschern über das Vogelparadies gekürt. Fortan lassen sie keinen Opferdampf mehr zu den Göttern aufsteigen, kein Regen mehr erreicht die Erde. Da die Götter bald zu darben beginnen, geben sie den Wünschen der beiden Athener nach, und Schlauberger erhält Basileia, die Weltherrschaft, zur Frau. --- Eine mit vielen Gags und szenischen Einfällen gespickte Bearbeitung, die in der Fabel nah am Original bleibt und sich in spielerischen und sprachlichen Details aktuelle Zeitbezüge erlaubt.
Deutsche Erstaufführung:
19.12.2003, Deutsches Theater Berlin, Regie: Christian Weise und Christian Tschirner
Ursendung:
DRA 1954, 64'25 min, Regie: Horst Preusker