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Bild: Bernd Schirmer

Bernd Schirmer

Drehbuchautor

Geb. 1940 in Leipzig. Aufgewachsen in Scheibenberg/Erzgeb.

1961-1965 Studium der Germanistik und Anglistik in Leipzig.

1965-1968 Hörspieldramaturg in Berlin.

1969-1972 Deutschdozent an der Universität Algier.

1973-1991 Dramaturg beim Deutschen Fernsehfunk in Berlin.

Seit 1992 freiberuflicher Autor.

Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland.

Mitglied des Verbands Deutscher Drehbuchautoren.

Lebt in Waldesruh bei Berlin.

Prosa: "Wo Moths wohnt" (Erzählungen, 1973), "Doktorspiel" (Roman, 1976), "Sindbads Mütze" (Erzählungen, 1980), "Die Hand der Fatima auf meiner Schulter - Algerische Reisebilder" (1984), "Fensterplatz in Japan - Bilder einer Reise" (1989), "Schlehweins Giraffe" (Roman, 1992), "Cahlenberg" (Roman, 1994),

"Der letzte Sommer der Indianer" (Roman, 2005), "Der Holzwurm und der König" (Märchen, 2005)

Drehbücher für Film und Fernsehen: "Nach Jahr und Tag" (1978), "Disco mit Einlage" (1978), "Der schönste Tag meines Lebens" (1983), "Fahrschule" (1986), "Narrenweisheit" (nach Feuchtwanger, 1989), "Rückkehr aus der Wüste" (1990), "Das hölzerne Schloß" (1990), "Tandem" (1992), Landarzt-Serie (1995-2005)

Ferner Hörspiele, Theaterstücke, Herausgaben und Übersetzungen aus dem Französischen.

  • 2003 - 
    Der Landarzt
    Drehbuch: Bernd Schirmer
  • 1997 - 
    Viel Spaß mit meiner Frau
    Drehbuch: Bernd Schirmer
    Regie: Peter Welz

    Erstausstrahlung: 25.02.1997, Regie: Peter Welz

  • 1991 - 
    Tandem
    Drehbuch: Bernd Schirmer
    Regie: Bernhard Stephan
    Produzent: Studio Babelsberg
  • 1990 - 
    Die Rückkehr aus der Wüste
    Drehbuch: Bernd Schirmer
    Regie: Bernhard Stephan
    Produzent: DEFA
    Verleiher: VEB Progress

    Uraufführung: 22.03.1990, Regie: Bernhard Stephan

  • 1989 - 
    Immensee
    Drehbuch: Bernd Schirmer
    Regie: Klaus Gendries
  • 1986 - 
    Fahrschule
    Drehbuch: Bernd Schirmer
    Regie: Bernhard Stephan
    Produzent: DEFA
  • Kellertheater
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    oder Kleider machen Leute
    Komödie mit etwas Musik
    3 D, 7 H
  • Weinverkostung
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    2 D, 3 H

    Aus der miesen Erkenntnis heraus, daß auch die Verweigerung finanziert sein will, trifft der bewerbungsgedemütigte Ex-Diplomat und verramschte Übersetzer Apel widerwillig Anstalten, zu einem neuerlichen Bewerbungsflopp aufzubrechen. Da schneit ihm der rührend hilflose Weinvertreter Fiebelkorn ins Haus. Genervt von seiner anpassungswilligen Gattin, macht Apel aus der Weinverkostung ein solides Besäufnis und verpaßt sein 140. Vorstellungsgespräch. Fiebelkorns Schuld- und Pflichtgefühl läßt es nicht zu, daß Apel so eine Chance ausläßt. Folglich will er ihn entschuldigen, wird verkannt und hat – der Unergründlichkeit von Zufällen sei Dank – Apels Vertrag so gut wie fast. Schirmers bitter-vergnügliches Stück erzählt, wie aus Apel schließlich ein Fiebelkorn wird, der sich mit Vertreterkoffer auf Fiebelkorns Sofa und mit dessen Frau wohlfühlt.

  • Georges Feydeau
    Feydeau: 
    Du bist dran, ich passe
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    (La main passe!)
    Stück in 4 Akten
    Aus dem Französischen von Bernd Schirmer
    4 D, 10 H
  • Claude Prin
    Prin: 
    Cérémonial pour un combat
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    (Cérémonial pour un combat)
    Aus dem Französischen von Bernd Schirmer
    6 D, 11 H
  • Claude Prin
    Prin: 
    H
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    Aus dem Französischen von Bernd Schirmer
    1 H

    Ein Mann kauert im Stroh einer Scheune. Er hat sich den Schnurrbart abrasiert und eine Perücke übergestülpt, obwohl er Kopfbedeckungen nie ertrug, am wenigsten Helme. Aber der fürs Deutsche Reich so Unentbehrliche muß sich am Leben erhalten, um wieder aufzutauchen, wenn die Zeit dafür reif ist. H - Heinrich Himmler - führender Kopf der Waffen-SS, Germanisierungspolitiker, Organisator des KZ-Systems - ist auf der Flucht und muß auf die Dämmerung warten, um sich weiter davonschleichen zu können. Er vertreibt Panik, Krämpfe und Müdigkeit mit einer dissoziativen Rede an sich und das abwesende deutsche Volk. Er hetzt durch seine glorreiche Zeit und die Leistungen an der Seite seines geliebten Führers. Er sinniert über den jüdischen Jesus, peitscheschwingende Walküren, seine streng kulturvolle Erziehung, die unfrohe Ehe, über Nietzsche, Opernbesuche und Arisierung. Der Mob wird ihn den Schweinen vorwerfen, ihn, der ein Mensch ist, wenn auch der zweitgrößte, den die Welt je gesehen. Ein nach der Mama rufender Blumenliebhaber hockt dort im Stroh, eine gefährliche Melange aus selbsternanntem Messias und erbärmlicher Kreatur, die sich nach ihrer Gefangennahme sofort tötet.

  • Claude Prin
    Prin: 
    Magda
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    Aus dem Französischen von Bernd Schirmer
    2 D

    "Magda Goebbels, nach dem Muster der antiken Medea, tötet ihre Kinder als Vergeltung für die wiederholte Untreue ihres Mannes. Aber sie gehorcht anderen Motivationen: dem Wunsch, alle affektiven Ketten zu zerbrechen, um die gefährlichen Freuden einer verbotenen Liebe und einer absoluten Macht zu leben; der Weigerung, ihre Kinder den 'Horror' der Rassenmischung erfahren zu sehen; der bedingungslosen Akzeptanz, sich und die Kinder dem Gott-Molch Hitler zu opfern. Auf ihrem Platz und auf ihre Art und Weise hat Magda teil an der bis an ihre extremen Grenzen getriebenen Tragödie, von der das zwanzigste Jahrhundert zutiefst geprägt ist: individuelle, soziale und politische Paranoia von einem Ausmaß und einer Ruchlosigkeit, die den fernsten Zeiten unbekannt waren." (Claude Prin) Magda monologisiert sich zwischen Hymne und Haß, Depression und Machtherrlichkeit an den familiären Exodus. Die Amme ihrer Kinder ist eine Chorführerin ohne Chor, vor allem aber ist sie eine vollkommen für sich tragische Figur, die als beteiligtes Opfer ein furchtbares Drama durchlebt, ohne auch nur die Spur einer Chance zu haben, die unter ihrer Obhut stehenden Kinder zu beschützen. Claude Prin schrieb: "Die moderne Tragödie ist von dieser Art: Sie läßt kein menschliches Wesen beiseite, gleich welchen Rangs und welcher Bedeutung in der Gesellschaft und in der Geschichte."

    Deutsche Erstaufführung: 27.09.2008, Ulm

  • Claude Prin
    Prin: 
    Stravaganza
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    (Stravaganza)
    Aus dem Französischen von Bernd Schirmer
    3 D, 6 H

    Er war italienischer Fürst, begnadeter Komponist, dreifacher Mörder. Don Carlo Gesualdo (1560 - 1613), ein Visionär, ein Narr, ein tollwütig Liebender, der himmlische Musik schrieb, die sich gegen jede Konvention seiner Zeit stellte. 1935 entdecken die Wiener Komponisten Alban Berg und Anton Webern seine Noten und lassen sich von ihrer Kühnheit faszinieren. Berg, der mit seiner Arbeit an der Oper "Lulu" in einer existentiellen Krise steckt, fühlt sich bis zur Betäubung angezogen von der schillernden Figur Gesualdos, der sich den Harmoniezwängen seiner Epoche ebenso widersetzte wie die als entartet verschrieenen Komponisten atonaler Musik selbst. Prin verfolgt auf zwei simultan und zugleich kontrapunktisch angelegten Zeitebenen die letzten Tage von Carlo Gesualdo und Alban Berg. Beide sind zerrissen von Klarsichtigkeit und gemartert von düsteren Vorahnungen. Bergs Oper "Gesualdo. Stravaganza" bleibt Gedanke, "Lulu" Fragment. Er stirbt, fünfzigjährig, an einer fast symbolhaft deutbaren Blutvergiftung. Ein epochenumspannendes, außergewöhnliches Stück - "stravagando" wie sein Titel und herausfordernd durch seine spartenübergreifenden musikalischen Möglichkeiten.

    Uraufführung: Théatre du Rond-Point, Paris, 2002
    Deutsche Erstaufführung: Regie: frei

  • Claude Prin
    Prin: 
    Tragödien
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    Textbuch

    (Tragédies)
    Aus dem Französischen von Bernd Schirmer
    3 D, 2 H

    Ein kunstvoll gebautes Kammerspiel um den Freitod Heinrich von Kleists und Henriette Vogels am Kleinen Wannsee im Jahre 1811: Während auf der Realebene des Stückes vorgeführt wird, wie die letzten Lebensstunden der beiden im Gartenhaus der Stimmings verlaufen sein könnten, findet auf einer zweiten Ebene des Stückes ein beziehungsreich mit den Geschehnissen verschränkter großer Monolog von Kleists Stiefschwester Ulrike statt, die das schockierende Leben des glücklosen Dichters reflektiert und mit dem geliebten und verachteten Bruder abrechnet.

  • Michel Vinaver
    Vinaver: 
    Kammertheater
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    (Théâtre de chambre)
    Zwei Stücke in 12 Sätzen
    Aus dem Französischen von Bernd Schirmer
    2 D, 3 H
  • Michel Vinaver
    Vinaver: 
    Über Bord
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    (Par-dessus bord)
    Stück in 6 Sätzen
    Aus dem Französischen von Bernd Schirmer
    7 D, 13 H

    Ein traditioneller französischer Familienbetrieb, der Toilettenpapier herstellt, ist im Niedergang begriffen. Ein neues Konzept muß her, eine neue Firmenphilosophie. Der illegitime Sohn des Patrons übernimmt das Firmenruder, bootet den Halbbruder und einen Großteil der vergreisten Führungsmannschaft aus. Nach Marketing-Grundsätzen erforscht man die Lage und suggeriert den Käufern die Marke "Moos und Heide" als ultimatives Toilettenpapier, dessen Benutzung mit positivem Image besetzt ist. Das Geschäft floriert, die Umsätze steigen zum Ärger eines amerikanischen Multis, dem es schließlich gelingt, die sanierte Firma einzukaufen. Eine junge Manager-Generation, die sich durch Anpassung auszeichnet, rückt nach. Vinavers Intention eines personenreichen theatralischen Gesamtkunstwerks mit über fünfzig Schauspielern, Musikern und Tänzern ist (nach der Uraufführung einer verkürzten Fassung durch Roger Planchon) erstmals 1983 durch das Schweizer "Théâtre Populaire Romand" verwirklicht worden. Bernd Schirmers Übersetzung basiert auf Kürzungen, die der Autor für eine 1997 in London herausgekommene Inszenierung vornahm, und ist mit zwanzig Darstellern aufführbar.

    DSEA - Deutschsprachige EA: 20.05.2006, Landestheater Linz, Regie: Gerhard Willpert

  • Fahrschule

    Ursendung: DRA 1983, 54'50, Regie: Werner Grunow

  • Gemischtes Doppel

    In einem Reisebus nach Malle treffen Helga und Dagmar auf Dieter und Harald. Ein unerwartetes Wiedersehen. Harald und Helga waren vor Urzeiten ein Liebespaar. Die Erinnerungen und die Begeisterung schwappt hoch. Im Hotel werden die Zimmer getauscht. Dieter und Dagmar müssen durch die dünne Wand die lautstarke Auferstehung der Liebe Tag und Nacht frustriert mit anhören. Der für sie eher qualvolle Urlaub endet aber auch für Harald und Helga in einem abrupten Erkalten der Lust. Harald scharwänzelt auf der Rückreise um Dagmar herum. Aber nun erwacht sein Freund Dieter endlich aus der Starre und will die Frau kennenlernen, mit der er nächtelang das Bett teilen mußte.Mit Sylvia Rieger, Ariane Borbach, Wolf-Dieter Lingk, Ulrich Anschütz und Götz Schulte.

    Ursendung: DS Kultur 1991, 50'36, Regie: Barbara Plensat

  • Das hölzerne Schloß

    Einem guten und fröhlichen König wurde auf der Jagd das linke Auge ausgeschossen. Deshalb zog er sich zurück und überließ alle Aufgaben seinen Ministern. Die leben nun in Saus und Braus. Alle Lasten bürden sie dem Volk auf. Und sie achten darauf, daß niemand dem König erzählt, wie es wirklich aussieht. Auch die Verlobte des Königs hat keinen Zutritt mehr zum Schloß. Sie verwandelt sich in einen Holzwurm. So kann sie sich mühsam zum König durchfressen. Sie nistet sich in seinem Bett ein und öffnet ihm die Augen. Der König jagt die Minister zum Teufel und krönt sein Volk.

    Ursendung: DRA 1985, 49'20, Regie: Walter Niklaus

  • Der kleine König

    Ursendung: DRA 1980, 51'00, Regie: Achim Scholz

  • Tragödien

    Die letzen zwei Stunden im Leben Heinrich von Kleists und seiner Freundin Henriette Vogel. Wie sie im Gartenhaus am Kleinen Wannsee 1811 gewesen sein könnten. Die beiden scheinen so lebendig wie nie. Kleist fühlt sich befreit vom Leben und seinen grauenhaften Erinnerungen daran. Henriette, gequält von Krebsschmerzen und immer noch verliebt in Kleist, teilt seine heitere Ausgelassenheit. Nie konnte sie seine wirkliche Geliebte sein, aber sie werden vereint sterben. Beider Todeseuphorie durchsetzt Claude Prin mit einem verzweifelten Monolog der Stiefschwester Kleists. Sich aufbäumend beschimpft Ulrike ihn als lebensuntauglichen Phantasten, rechnet ihm sein Versagen vor und trennt sich ihrerseits unter Qualen von dem geliebten kleinen Bruder. Ein feinsinniges und bewegendes Kammerspiel des französischen Dramatikers Claude Prin.

    Mit Michael Mauertens, Anne Bennent, Angelika Thomas, Bernhard Schütz und Katrin Klein.

    Hörspielbearbeitung Thomas Fritz, Komposition Klaus Buhlert.

    Ursendung: 19.09.2001, NDR / SachsenRadio , 66'45, Regie: Jörg Jannings

  • Weinverkostung

    Das Stück spielt zeitlich nach der "Wende". Der Ex-Diplomat und gewesene Übersetzer Apel bereitet sich widerwillig auf sein 140. Bewerbungsgespräch vor. Da besucht ihn der Wein-Vertreter Fiebelkorn, der im Unterschied zu Apel keine Ahnung von der französischen Sprache und den französischen Weinen hat. Apel besäuft sich, Fiebelkorn geht an dessen Stelle zum Bewerbungsgespräch, allerdings eigentlich um abzusa-gen, wird natürlich für Apel gehalten und bekommt auf Grund dieses Mißverständnisses und eines Zufalls die Stelle. Apel schließlich wird Wein-Vertreter. Die Frau Apels ist zufriedener mit dem anpassungsfähigen Fiebelkorn, während dessen Frau sich wiederum mit Apel ausgezeichnet versteht.

    Der Autor hat ein gutes, im besten Sinne des Wortes, Unterhaltungsstück geschrieben, das eben auch er-möglicht, über Figuren, die arbeitslos und gedemütigt sind, zu lachen, ohne daß sie dabei denunziert werden.

    Ursendung: ORB 1992, 49'82, Regie: Edgar Kaufmann

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