Regine Kühn wird 1941 in Torgau geboren. Sie studiert von 1960 bis 1965 Theaterwissenschaften in Moskau. Von 1966 bis 1969 arbeitet sie an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg. Von 1969 an schreibt Regine Kühn Drehbücher und übersetzt zahlreiche literarische Werke aus dem Russischen in die deutsche Sprache. 1994 erhält sie den Deutschen Drehbuchpreis. Seit 2001 lehrt sie an der HHF „Konrad Wolf" in Babelsberg.
Ein phantasmagorisch ungeheuerlicher Koloß ist an Lilliputs Ufern gestrandet. Gulliver, ein Mannberg, eine Naturgewalt, unbeschreiblich grauenerregend. Er wird angepflockt am Leben erhalten, da die little puts nicht wissen, wie sein Kadaver zu entsorgen wäre. Als sich das kuriose Völkchen von Gullivers Harmlosigkeit überzeugt, wird er als Kampfmaschine gegen den Erbfeind eingesetzt. --- Regine Kühn hat Aufstieg und Fall eines Zufallsriesen radikal in Szene gesetzt. Der Perspektivwechsel zwischen Extremen ist eine nicht nur bühnentechnische Provokation.
Uraufführung:
DRA 1983, 73'35 min, Regie: Peter Groeger
Uraufführung:
DRA 1986, 46'40 min, Regie: Rainer Schwarz
Ursendung:
DRA 1977, 82'35, Regie: Wolfgang Schonedorf
Das Stück spielt in einem Stadtpark und beginnt zu jener geheimnisvoll-berückenden Stunde eines Sommerabends, wo - wie ein Dichter sagt - der Tag verlischt, die Nacht geboren wird. Ausgerechnet zu dieser Stunde treffen sich im Stadtpark ER und SIE. Auf den ersten Blick scheint diese Bekanntschaft zu denen zu gehören, die am Abend beginnen und am Morgen enden. Aber alles ist anders, komplizierter: ER ist verheiratet, SIE - geschieden. Beide sind einsam. Der Autor zeigt in seinem Stück das Drama zweier Menschen, die ganz wenig vom Leben verlangen - Menschenglück, Wärme, Einvernehmen - und die erfahren müssen, wie schwierig der Weg dorthin ist.
DDR-Erstaufführung:
05.04.1984, Hans-Otto-Theater Potsdam
Uraufführung:
08.12.1972, Berliner Volksbühne
Ursendung:
DRA 1981, 19', Regie: Edith Schorn
Ursendung:
DRA 1988, 79'35, Regie: Peter Groeger
In einem wundersamen Land, in dem alles so vertraut und doch märchenhaft verrückt erscheint, sucht der Dichter Hans Christian die Liebe zur Prinzessin. Sein eigener Schatten wird ihm dabei zum Verhängnis, denn nur der versteht es, hinter die Strukturen der Macht zu schauen und sich ihrer schamlos zu bedienen. Dieser skrupellose Schatten wird immer mächtiger, und weil ihn sein einstiger Herr stört, läßt er ihn köpfen. Unangenehm freilich, daß der Schatten bei dieser Gelegenheit gleichfalls den Kopf verliert. Ein bizarres Schauspiel in manchmal „fast unerträglicher Nachbarschaft von Komik und Grauen“, wie Hans Mayer 1947 zur legendären Berliner Inszenierung durch Gustav Gründgens schrieb.
EAÜ - Erstauff. d. Übersetzung:
20.04.1985, Brandenburger Theater
DDR-Erstaufführung:
30.05.1988, Schwedt
Erstausstrahlung:
10.12.2003, ARD, 89 min., Regie: Mathias Tiefenbacher
Uraufführung:
ARTE 1998, Regie: Eduard Schreiber
Uraufführung:
13.03.1999, MDR, ARTE 1997, Regie: Eduard Schreiber
Uraufführung:
1991-1995, Regie: Eduard Schreiber
Uraufführung:
MDR, ARTE 1996, Regie: Eduard Schreiber
Uraufführung:
DEFA 1973/74, Regie: Siegfried Kühn