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Bild: Thor Björn Krebs

Thor Björn Krebs

Geboren 1974. Arbeitet seit 1996 als Schauspieler, Autor und Regisseur. Für seine Theaterstücke und Regiearbeiten ist er schon mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt 2004 mit dem Reumert-Preis für seine Stücke Tommy (uraufgeführt 2003 im CaféTeatret in Kopenhagen) und "Europameisterschaften" (UA 2003 im Theater Grob, Kopenhagen).

  • Die Baronin. Tania Blixens letzte Liebe
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    Textbuch

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    (Baronessen)
    Aus dem Dänischen von Gisela Kosubek
    2 D, 1 H

    Tania Blixen, weltberühmt durch ihren Roman "Jenseits von Afrika", war eine Frau von offenbar dämonischer Ausstrahlung. Noch im Alter gelang es ihr, junge Männer in ihren Bann zu ziehen, sie in eine intellektuelle und körperliche Abhängigkeit zu zwingen. Die wohl folgenreichste Beziehung hatte sie mit dem dreißig Jahre jüngeren Dichter Thorkild Björnvig. Die Baronin bietet Björnvig, der nach den ersten stürmischen Erfolgen in eine Krise geraten war, an bei ihr zu wohnen und über sie zu schreiben, um seine Blockade zu überwinden. Sie gibt sich als Mäzenatin, spielt die weise, abgeklärte Grand Dame, die den jungen Mann dazu animieren will, seinem engen bürgerlichen Leben zu entfliehen, Grenzen zu überschreiten, sich von jeglichen inneren und äußeren Abhängigkeiten zu befreien, und lässt im nächsten Moment selbst alle Masken fallen, buhlt um Aufmerksamkeit und Zuwendung. Björnvig verfällt ihrem Charme, der sublimen, destruktiven Macht, die sie ausübt, und sagt sich tatsächlich von seinem bisherigen Leben los. Doch der eigentliche Akt der Selbstbefreiung gelingt ihm erst, als er sich auch aus den Fängen der Baronin befreit. Eine dramatische, zugleich aber auch komische, knisternde und ins Absurde überhöhte Liebesgeschichte und Schauspielerfutter im besten Sinne.

  • Tommy
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    Textbuch

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    (Om Tommy)
    Aus dem Dänischen von Gisela Kosubek
    1 D, 2 H

    Hochmotiviert und voller Abenteuerlust, politisch aber völlig unvorbereitet, fahren junge Rekruten zu einem Einsatz der KFOR-Truppen nach Kroatien. Alles beginnt auch völlig harmlos. Sie fühlen sich überlegen und sicher, denn sie wollen ja nur „Gutes tun“. Doch schnell werden sie eines Besseren belehrt – sie sind unerwünscht, werden gehasst, missbraucht, geraten zwischen die Fronten. Ohnmächtig, da zu Neutralität gezwungen, müssen sie mit ansehen, wie hilflose Zivilisten ermordet werden. Als Tommy es nicht mehr aushält und einen serbischen Scharfschützen erschießt, wird er zwar als Held gefeiert, aber die Rache der Gegenseite kostet seinen Kameraden das Leben. Zurück in Dänemark, findet Tommy für sich keinen Platz mehr, er geht wieder in den Krieg, diesmal um zu kämpfen. Ein spannendes, bewegendes Stück, das die politischen Hintergründe solcher Friedensmissionen ebenso hinterfragt wie es den alltäglichen Wahnsinn einer konkreten Kriegssituation nachvollziehbar macht. Es ist mit drei Schauspielern unaufwendig zu inszenieren, erreicht aber durch häufigen Perspektivwechsel und treffende Dialoge eine Tiefe, die über das Erzählte hinausweist.

    Deutsche Erstaufführung: 02.10.2007, Schaubühne, Berlin, Regie: Benedikt Haubrich

  • Tommy
    Aus dem von Gisela Kosubek

    Hochmotiviert, abenteuerlustig, politisch aber völlig unvorbereitet, fahren junge Rekruten zu einem Einsatz der KFOR-Truppen nach Kroatien. Alles beginnt harmlos. Sie fühlen sich überlegen und sicher, denn sie wollen ja nur "Gutes tun". Doch sie sind unerwünscht, werden gehaßt, mißbraucht und geraten schnell zwischen die Fronten. Ohnmächtig, da zu Neutralität gezwungen, müssen sie mit ansehen, wie Zivilisten ermordet werden. Als Tommy es nicht mehr aushält und einen serbischen Scharfschützen erschießt, wird er zwar als Held gefeiert, aber die Rache der Gegenseite kostet seinen Freund Nils das Leben. Zurück in Dänemark findet Tommy für sich keinen Platz mehr, er geht wieder in den Krieg, diesmal um zu kämpfen. Ein bewegendes Hörspiel, das die politischen Hintergründe solcher Friedensmissionen ebenso hinterfragt, wie es den alltäglichen Wahnsinn einer konkreten Kriegssituation nachvollziehbar macht. Mit Lars Rudolph als Tommy.

    Ursendung: RBB 2006, 51'55, Regie: Andrea Getto

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