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UA 29.04.2017: "Ruf der Wildnis" nach Jack London

in einer neuen Bearbeitung von Soeren Voima am Staatstheater Darmstadt. Regie führt Christian Weise.

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UA 08.04.2017: "Sterne über Senftenberg" von Fritz Kater

Vier Menschen, drei Generationen. Ostdeutsche Provinz.

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"Der Kirschgarten", neu übersetzt von Elina Finkel. EAÜ: 08.04.2017 in Aachen

"... Der Kirschgarten gehört jetzt mir! Mir! Mein Gott, mein Gott, der Kirschgarten gehört mir! Sagt mir dass ich nur träume, dass ich betrunken bin, dass ich verrückt bin..."

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"The Conquest of the South Pole" im Everyman in Liverpool 24.3. bis 8.4.2017

Kaum ein zeitgenössischer deutscher Stückeschreiber hält sich so lange in britischen Spielplänen wie Manfred Karge

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UA: "Nacht ohne Sterne" von Bernhard Studlar; 25.03.2017

Slowakisches Nationaltheater Bratislava "Als ich ein kleines Mädchen war, war der Nachthimmel immer voller Lichter. Alles voll. Als hätte Gott einen ganzen Sack voll Kristallzucker ausgeleert."

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theater


05.01.2017

Hakim Bah

1987 geboren in Mamou (Guinea), ist Lyriker, Dramatiker und Autor von Novellen.

Nach einer Ingenieursausbildung absolviert er an der Universität Paris-Ouest Nanterre ein Masterstudium für Regie und Dramaturgie. Seit 2012 nimmt er regelmäßig an Schreibresidenzen in Frankreich, Burkina Faso, Guinea und Marokko teil. Seine Texte wurden bislang in Guinea, Burkina Faso, Frankreich und Belgien aufgeführt.
In seinem Stück "Auf dem Rasen" beschreibt er die Niederschlagung eines Auftsands als blutrünstiges, groteskes Puppenspiel.

„Literatur ist für Bah eine Möglichkeit zur künstlerischen Befragung der Vergangenheit, ein Weg zu Selbstverständnis und dem Aufbau einer Zukunftsperspektive. Wie er 2014 in einem Interview erzählt, ist die Geschichte seiner Heimat Guinea repräsentativ für einen Großteil des afrikanischen Kontinents:

Unsere Geschichten ähneln einander. Die Geschichte Guineas erzählt auch die Geschichte des Kongo. Die meisten afrikanischen Länder haben Revolutionen erlebt, in deren Verlauf dieselben Methoden eingesetzt wurden: Folter, Erhängungen, Vergewaltigungen usw. Ich beschäftige mich mit dieser Geschichte, um sie zu begreifen.


Das Stellen künstlerischer Fragen erscheint ihm dabei wichtiger und produktiver als die Stellungnahme zu konkreten politischen Sachverhalten. Somit ist die eigentliche Hauptfigur von "Auf dem Rasen" die eigentümlich reduzierte, partikelartige Sprache des Textes. Als hätten Krieg und Verrohung auch die Kommunikationsfähigkeit der Menschen zerstört, unterhalten sich der Befehlshaber und seine Untergebene in einem Stakkato aus fragmentarischen Worthülsen, das kaum mehr Emotion zulassen kann.“

(Aus: Komplexität ertragen, Fünf Theatertexte von einem nur scheinbar weit entfernten Kontinent, in: Scène 19, Neue französische Theaterstücke, herausgegeben von Frank Weigand und Leyla-Claire Rabih, Theater der Zeit, Berlin 2016, S. 11.)

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