Cooky Ziesche studiert Filmwissenschaft/Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg. Seit 1986 arbeitet sie als Dramaturgin im Deutschen Fernsehfunk, ab 1992 als Redakteurin, zuerst beim ORB und anschließend beim RBB. Seit 2003 ist sie auch als freie Dramaturgin und Producerin tätig.
Fernfahrer Don Pedro (Fritz Karl) fährt nicht zum ersten Mal mit einer Ladung ukrainischem Knoblauch nach Marokko. Dort nimmt er Flüchtlinge auf, um sie hinter das Gemüse gepfercht nach Europa zu schmuggeln. Das Geschäftsmodell von Pedro und seinem Speditionspartner Jimmy (Karl Markovics) ist zwar riskant, dafür ausgesprochen ertragreich. Die Probleme beginnen, als sich eine junge Frau (Clare-Hope Ashitey) weigert, wie die Anderen in den Hohlraum des LKWs zu kriechen. Stattdessen nimmt sie mit ihrem kleinen Sohn in der Fahrerkabine Platz. Ziel ihrer Reise ist Genf, wo sie den Vater ihres Kindes, einen UN-Beamten, mit seiner Verantwortung konfrontieren möchte. Eine tückenreiche Irrfahrt nach Schengenland beginnt, auf der Zöllner in Tanger, ein Mitglied von "Ärzte ohne Grenzen" (Wotan Wilke Möhring), ein Kommissar (Francesc Garrido) und ein ukrainischer Trucker-Kollege (Jurij Diez) ausgetrickst werden wollen ...
Kinostart:
03.11.2011
Das Drama behandelt die alltägliche wie außergewöhliche Geschichte des Sterbens und den Umgang mit dem Tod eines geliebten Menschen.
Darsteller: Milan Peschel, Steffi Kühnert, Ursula Werner, Otto Mellies, Talisa Lilli Lemke und Mika Nilson Seidel
>Der Arzt hat die Wahrheit gesagt.
Die Zeit ist bemessen.
Warum ich und warum jetzt?
Ein Mann lässt Frau und Kinder zurück, Eltern, Freunde, Nachbarn und die Geliebte von gestern, die Personen in seinem Leben.
Tag um Tag ein Stück Abschied.
Die Worte werden weniger, länger dauert das Schweigen.
Vor dem Fenster wechselt das Jahr die Farben.
Sterben ist eine letzte Arbeit.
Nicht allein sein, während man allein bleibt, das ist vielleicht gut.<
Wolfgang Kohlhaase
>Eine emotionale Wucht, wie man sie lange nicht im Kino erlebt hat<
Spiegel online
>Mit großer Sensibilität und Aufrichtigkeit<
Frankfurter Rundschau
Kinostart:
17.11.2011
2011 Darstellerpreis (Steffi Kühnert & Milan Peschel), Bayerischer Filmpreis München
2011 erster Preis in der Sektion Un Certain Regard, Filmfestspiele Cannes
2011 Produzentenpreis (Peter Rommel), Bayerischer Filmpreis München
2012 Preis der deutschen Filmkritik, Berlinale Berlin
Kinostart:
04.03.2010, 155 min, Regie: Jo Baier
Der Schauspieler Otto Kullberg, mit Kinoruhm aus dreißig Jahren, ist ein Mann, den die Frauen lieben und die Männer mögen.
Gelegentlich hat er zu viel getrunken. Ein Film ist daran gescheitert und der, den er jetzt macht, eine Affäre zu Dritt mit gutem Anfang und bösem Ende, ist wieder in Gefahr.
Ein zweiter Schauspieler wird engagiert, um Otto zu ersetzen, falls er ausfällt. Der Regisseur Telleck wählt sich Arno Runge, einen Mann vom Theater, wenig bekannt und jünger.
Die Szenen werden doppelt gedreht, zuerst mit Otto und dann mit Arno. Ein ernstes und komisches Duell findet statt.
Otto trifft seine Liebe von gestern wieder, Bettina, Partnerin im Film und inzwischen die Frau des Regisseurs. Er sieht, dass er sie in seinem Herzen verloren hat und wirft einen unentschiedenen Blick auf die Anfängerin Heike. Nicht, dass er sich alt fühlt, sie ist nur so jung.
Ottos Vater stirbt, der war Briefträger und ist in der wirklichen Welt herumgelaufen. Er selbst aber ist Schauspieler geworden und hat Spiel und Ernst gern verwechselt.
Er betrinkt sich mit Arno, seinem Konkurrenten, der liegt unter dem Tisch. Otto Kullberg hat vielerlei Leben dargestellt. Im Licht eines nüchternen Tages findet er sich in seinem eigenen Leben allein vor und Anderen entbehrlich. Was er immer noch hat ist das Gesicht, dem das Publikum glaubt.
Kinostart:
03.09.2009, 104 Min
2009 Beste Regie, Internationales Filmfestival Karlovy Vary
Erstausstrahlung:
21.05.2008, ARD, 89 min.
Kinostart:
09.10.2009, 98 min.
2008 Coup de Coeur, Filmfestspiele Cannes
2009 Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Deutscher Filmpreis Berlin
Nike hat einen Balkon, Katrin hat einen Sohn, Ronald fährt einen Truck, Tina ist Kellnerin, Oskar und Helene sind alt und allein. Ob mitten im Leben oder fast am Ende oder eben am Anfang, sie alle fragen sich das gleiche: Dauert die Liebe über die Jahreszeiten? Oder ist sie nur ein Botenstoff im Hirn, der kommt und geht?
Mit präzisem Blick und großer Liebe zu den Figuren hat der Regisseur Andreas Dresen die Geschichte von zwei Freundinnen verfilmt. Zwischen Himmel und Erde sitzen sie auf dem Balkon und blicken auf das bunte, schwierige Dasein, in dem die richtigen Männer oft die falschen sind, und in dem man besser durchkommt, wenn man nicht nur schön ist, sondern auch stark.
Der Autor Wolfgang Kohlhaase, ein Spezialist für lakonische Dialoge, erzählt davon mit Leichtigkeit, und der Film hält ohne Mühe die Balance zwischen Komik und Tragik. Nicht zuletzt dank eines großartigen Darsteller-Ensembles, Nadja Uhl, Inka Friedrich, Andreas Schmidt u.a., ist Andreas Dresen eine bezaubernde Komödie gelungen, getragen von Wärme, Herzlichkeit und hinreißendem Humor.
Kinostart:
05.01.2006
2005 Best Actress Inka Friedrich, Nadja Uhl, Chicago Film Festival
2005 Silver Shell of Best Screenplay, Filmfestival San Sebastian
2006, Ernst-Lubitsch Preis Berlin
2006 Regiepreis, Bayerischer Filmpreis München
Bernd Willenbrock, Gebrauchtwagenhändler aus Magdeburg, ist ein Mann, dem es gut geht. Sein Laden läuft trotz Rezession, er hat eine schöne Frau, eine Geliebte, ein neues Haus in einer Wohnsiedlung am Stadtrand und ein Ferienhaus im Grünen.
Sein Erfolg hat zwei Namen: Jurek, ein erfahrener Automechaniker aus Polen, und Krylow, ein Russe, der jeden Monat gleich mehrere Wagen vom Hof fahren lässt und damit seinen Umsatz erheblich steigert. Selbst ein Einbruch auf dem Autohof stört Willenbrocks gute Laune nicht. Er stellt zum Schutz seines Besitzes den Nachtwächter Fritz ein. Dieser Fritz hat eine hübsche Tochter, sie heißt Anna und ist Literaturstudentin. Willenbrock weiß, ein Autohändler ist nicht ihr Typ, aber gerade das reizt den routinierten Frauenhelden. Er schafft es tatsächlich, sie zu erobern. Er hat keine Zweifel, er hat die Regeln erkannt.
Doch dann passiert etwas: Nachts in ihrem Haus auf dem Land werden Willenbrock und seine Frau Susanne von Einbrechern überfallen. Obwohl er mit leichten Blessuren davonkommt, kann Willenbrock den Vorfall nicht vergessen. Er begreift, dass er verwundbar ist. Verbissen versucht er, seine alte Form herzustellen, aber die Geschäfte stagnieren, das Liebesleben auch. Seine ganze Ordnung gerät aus den Fugen und alle Gewissheiten sind plötzlich fraglich. Es gibt keine Rechtsicherheit. Es gibt eigentlich überhaupt keine Sicherheit mehr, weder im gesellschaftlichen Umgang noch in den privaten Beziehungen.
Mit der Pistole, die Willenbrock seit dem Überfall bei sich trägt, ändert sich sein Leben.
Kinostart:
17.03.2005, 105 min, Regie: Andreas Dresen
2005, Internationaler Literaturfilmpreis Frankfurt
2005 Femina Film Award, Sabine Greuning, Berlinale Berlin
2005 Michael Hammon, Deutscher Kamerapreis
Kinostart:
03.10.2002, Regie: Andreas Dresen
2002 Beste Regie, Bester Darsteller Axel Prahl, Bayerischer Filmpreis
2002 Bester Regisseur, Bestes Ensemble, Chicago Film Festival
2002 Bester Spielfilm in Silber, Deutscher Filmpreis
2002 Preis der deutschen Filmkritik, Berlinale
2002 Silberne Spur, Flanders Film Festival
2002 Silberner Bär, Berlinale
1999 Preis der deutschen Filmkritik, Berlinale Berlin